Exhibition with the Fantastic Realism Art Works of Angerer der Ältere

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Exhibition with the Fantastic Realism Art Works of Angerer der Ältere

Exhibition with the Fantastic Realism Art Works of Angerer der Ältere

Important Date: Vernissage, 5. November 11 o’clock till 17. December 2006

Finissage, 17. December 16 o’clock with reading of his fantastic book with piano play.

 Presseartikel von Robert Unterburger zur Vernissage am 05.11.2006

ROTH – Aus seiner Gedankenwelt stammt die fantastische Film – Ausstattung zu „Die unendliche Geschichte II“ von Michael Ende, mit dem er befreundet war und der in ihm den perfekten Künstler für das Produktionsdesign sah. Dafür wurde er auch mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet.

Nun stellt der 68-jährige Hallertauer Ludwig Angerer der Ältere einen kleinen Querschnitt von 34 Exemplaren seiner farbenfrohen Fantasiebilder und nächtlichen Traumvisionen aus, die ihm bereits weltweites Ansehen gebracht haben.

Multitalent Ludwig Angerer ist ein Vertreter des fantastischen Realismus. Titel wie „Elfin in der Perle“, „Der Geflügelte“ oder „Mona Lisa II“  geben einen Einblick in Angerers skurrile Welt der Einhörner, Höllenfürsten, Sagengestalten und undefinierbarer mystischer Wesen.

In freier Rede stellte der rhetorisch gewandte Architekt und Künstler Ludwig Angerer Gedanken zur Kunsttheorie, Kunstrezeption und zu seiner Kunstauffassung vor. „Kunst hat zu tun mit dem außergewöhnlichen Können des Künstlers“, sagte er. „Das ist aber nur eine oberflächliche Erklärung.“

Für ihn bedeute Kunst „die Rückerinnerung des Menschen an den Schöpfungsakt Gottes“, unterstrich Angerer. „Ich bin ein Teil der Schöpfung, der Herr hat´s mir so gegeben.“ Und: „Wir Künstler sind die Schatzgräber, die ans Tageslicht bringen, was anderen auch gefällt.“

Wir alle trügen ein Ordnungsprinzip, einen Kanon, in uns, in dem sich Freude und Harmonie widerspiegelten, meinte Ludwig Angerer weiter. „Diese Art von Kunst, die bildende Kunst, ist die Harmonie, die Schönheit.“ Heute wollten Künstler schockieren, Ärger machen und etwas in die Welt setzen, was die Menschen nicht erfreue.

Angerer erinnerte daran, dass die Kunst in früheren Zeiten einen religiösen Bezug hatte, dass es zu einer Verschmelzung von Mythen und Religion und zu einem mythischen Bewusstsein gekommen sei.

„Verflacht die Kultur, geht dies einher mit dem Verlust des Bewusstseins und dem Verlust des Mythos“, so Angerer weiter. „Der Nihilismus kann uns nicht helfen. Ist ein starkes kulturelles Bewusstsein da, dann werden andere Länder uns nicht geistig erobern.“

„Wir müssen genau aufpassen, was wir machen“, forderte der ausstellende Künstler. „Wir Künstler des fantastischen Realismus sind eine europäische Bewegung. Wir verstehen uns über Grenzen hinweg.“ Wir Europäer, so Angerer abschließend, sollten unsere Kultur und unser geistiges Fundament pflegen.

Die Ausstellung mit den großformatigen Bildern von Ludwig Angerer dem Älteren in der Villa Augusta überrascht durch die unendliche Vielseitigkeit des erfolgreichen Künstlers. Jedes Bild ist ein Meisterwerk für sich und wurde angefertigt in der Maltechnik der alten Meister.

Dem Betrachter bietet sich ein fantastischer Rundgang durch goldene Quellen, durch eine Welt der Labyrinthe und der Freiheit im unendlichen All. Ludwig Angerer erweckt antike Sagengestalten zum neuen Leben, fliegt mit Ikarus hinaus in die „Bayerische Weltraumbasis“, begegnet dem „Vernetzten Menschen“, der Nixe, der Susanna im Bade, erliegt der Faszination der Fata Morgana, schildert die Begegnung mit Zarathustra und mit der Ikone der Parascheva.

Kleine Abstecher in seine bayerische Heimat („Erlöserkapelle in Biburg“, „Schnelles Eis nach Hochwasser I und II“, „Der alten Weidenbaum“) zeigen aber auch, dass der Künstler Ludwig Angerer trotz überbordender Fantasiebilder die Bodenhaftung nicht verloren hat.

Die Angerer – Ausstellung in der Villa Augusta im Schleifweg 16,  91164 Roth, endet mit der Finissage am Sonntag, 17. Dezember, bei der der Künstler um 16 Uhr selbst aus seinen Fantastikromanen liest. Anmeldungen unter Telefon (09171) 80 87 175. Die Galerie ist immer dienstags und donnerstags von 16 bis 19 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Weitere Infos unter www.wechsler-galerie.de.

ROBERT UNTERBURGER

05.11.2006

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