ÖKUMENE – Vor Gott sind wir alle gleich

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ÖKUMENE – Vor Gott sind wir alle gleich

Ökumene, feierliche Einweihung der Erlöserkapelle – Vatikan: Grußwort von Papst em. europäischer Benedikt XVI

Es ist das uralte Streben des Menschen nach Gesundheit, nach Zufriedenheit und Wohlergehen. Es ist das Streben zum Erlöser, das Ludwig Angerer der Ältere in der Lichtröhre beleuchtet. eine Mutter hält ihr Baby dem Heiland entgehen, an sie geklammert ein Kleinkind, das vom Licht geblendet scheint.

Eine Frau windet sich ums Eck, dem Schein entgegen, ein Jüngling tut es ihr gleich. „Es könnte das jüngste Gericht sein, wo alle aus ihren Löchern herauskommen“ sagt Angerer der ÄItere. Dass es „schöne, wohlgestaltete Menschen“ sind sollte nicht zu Spekulationen Anlass geben. „Das heißt nicht, dass nur Schöne in den Himmel kommen,“ schmunzelt Angerer. Damit will er die Auflösung der irdischen Gebrechen darstellen.

Erlöserkapelle Detail

Den Interpretationen sind keine Grenzen gesetzt. Ob Adam und Eva, ob Mutter und Kind. „Es sind einfach Menschen, die zum Erlöser streben“. Seit bald zwei Jahren baut Angerer der Ältere an der Erlöserkapelle in Biburg. Jetzt ist Zeitpunkt der Einweihung (30. August, 13.30 Uhr) gekommen – fertig ist sie noch lange nicht. Ob sie jemals fertig wird, ist eine andere Sache. Die Ewigkeit spiegelt sich auch im Bauzeitenplan wieder. „Aber jetzt ist die Kapelle so weit, dass man sieht, wie sie wird.

Und der Zeitpunkt. der Einweihung ist nicht allein aus religiösen oder künstlerischen Aspekten gewählt, auch wenn Angerer sagt, dass die Kapelle schon viel besucht werde und auch in die Bittgänge der Pfarrei einbezogen sei. Es geht auch um’s Geld …

… Er hofft, dass mit der Einweihung wieder Spenden fließen. Angesprochen fühlen sollen sich vorwiegend diejenigen, „die ein paar Tausender geben“ könnten. Mehr als hundert Gäste sind geladen.

Um die 4000 Mark kostet eine „Menschwerdung“ aus Hasendraht, Bau-Schaum, Marmorstaub und Kunstharz. Als die Realisierung der Idee vor knapp drei Jahren möglich erschien, hatte sich Angerer über die technischen Dinge noch keine Gedanken gemacht. Das „biblische Verfahren“ -Gott erschuf den ersten Menschen aus Lehm – schied im irdischen Biburg aus. Figuren aus Ton in dieser Größenordnung würden zusammensacken und seinen nicht transportierbar.

Mit grauer Farbe erweckt Angerer die Figuren aus Guss-Marmor zum „Leben“. Wenn sie aus der Gießerei eintreffen „wirken sie wie tot.“ Mit grauer Farbe strukturiert Angerer die Figuren, damit sie wie …

Die „Eva“ ist derzeit in Arbeit. Der aktuelle Kontostand des Fördervereins erlaubt den Guß aber nicht mehr. Um die 250000 Mark seien schon verbaut. Dabei betont der Künstler, dass er für die Realisierung seiner Idee auf Honorar verzichtet. Sonst würde die Kapelle, wenn sie fertig ist, ein „Millionen- Projekt“, wie Angerer sagt. Ob Geld, Material oder Arbeitsleistung – viel wurde bisher gegeben. „Da helfen die Metzgers bei der Einweihungsfeier“, deutet Angerer auf das Nachbarhaus neben der Kapelle, „da war es ganz selbstverständlich, dass wir beim Weigl Kraftstrom zapfen durften, der Wurmdobler hat geholfen, das Kreuz einzubauen…“

Um die finanziellen Dinge kümmert sich der Künstler kaum. „Es hat sich bewährt, dass wir den Förderverein gegründet haben“, sagt er. Da kann er sich allein auf das künstlerische Werk konzentrieren. Zu tun gibt es noch viel. Von einem „Fertigstellungstermin“ mag Angerer nicht reden. „Immer wieder weiter zu arbeiten ist ja was Schönes.“ Da ist noch die Idee, im hinteren Teil der Kapelle Motive aus der orthodoxen Kirche anzubringen, die Aussenfassade zu gestalten…

REDAKTEUR MANFRED FORSTER (TEXT UND FOTOS)

Bilder siehe auch https://www.Angerer-der-Aeltere.de (Webseite:Erlöserkapelle)

Persönliches Grußwort von Papst Bendikt siehe pdf:

Webseite Vatikan : https://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/index.asp

Kelheim, 30. August 2000

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