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Gegenständliche phantastische Kunst in der Galerie Art Affair in Regensburg – Gemäldegalerie

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Gegenständliche phantastische Kunst in der Galerie Art Affair in Regensburg – Gemäldegalerie

Begrüßung durch Angerer der Ältere. Zu sehen sind seine Gemälde, die gerade in Frankreich die Trophäe „Apocalypse du Public“ (Preis des Publikums) gewonnen haben

 „Thematisch unterstützt die Galerie die deutlich absehbare Wende in der zeitgenössischen Kunst, hinweg von dem Konzept der leeren oder zerrissenen Leinwand und zurück zur Gegenständlichkeit. Dabei werden künstlerische Ideen und Konzepte im Bereich der Neo-Romantik, des Surrealismus und des Psychologischen Hyperrealismus bevorzugt.“

Galerie Art Affair

Vortrag Angerer der Ältere:

Neulich auf einem Fest wurde, wie das halt so ist, unter vielen nützlichen und unnützlichen Themen, letzten Endes auch über Kunst gesprochen; genauer gesagt ging es um den Erwerb zeitgenössischer Kunst. Denn, etwas Kunst sollte schon sein, das verlangt das Image!

Eigentlich, meinte einer, würde ihm gegenständliche, schöne und handwerklich perfekte Malerei am besten gefallen, aber diese Art wäre doch „out“, ja sogar so „out“, daß man damit als rückständig gelten würde. Diese Kunst sei ohne Reputation.

Jeder Kunstmanager, sei er in Diensten des Staates oder der Großkonzerne tätig, würde einem davon abraten. Mit diesen „altbackenen Schinken“ sei man doch nicht auf der Höhe der Zeit.

In den Geschäftsräumen renommierter Betriebe sei es dringend nötig, sich mit der dort dargebotenen Kunst, sprich Moderne II, zu umgeben, dann gelte man als aufgeschlossen und innovativ, denn der informierte „Insider“ zöge damit seine Rückschlüsse auf die fortschrittliche Qualität des Betriebes : < Mensch- oder Landschaftsdarstellungen machen einen angreifbar. Ein Aktgemälde oder eine Plastik? Niemals, zu gefährlich…… als „geiler Bock“ abgestempelt zu werden! >

Nur die gegenstandslose Kunst in ihrer nichts sagenden Unverbindlichkeit garantiert Integrität und verschafft einem zusätzlich ein intellektuelles und politisch korrektes Image.

Beim Erwerb von schöner Kunst könne man zu leicht mit Blasphemischen umrankt werden. Außerdem weiß man vom TV, daß die deutschen Regierungs- und Konzerngebäude alle mit Abstraktem ausgestattet sind, da läge man bestimmt nicht auf der verkehrten Seite.

Was ich als Architekt und Produktionsdesigner – so wurde ich ihm vorgestellt – dazu meine, wollte mein Gesprächspartner wissen.

Selbstverständlich habe ich diesen schlauen Opportunisten in seiner Arm-Seligkeit bestätigt, denn längst habe ich es aufgegeben „Dummköpfe“ umzustimmen. Nur eines, das gab ich ihm mit auf den Weg, sei bei dem Erwerb von abstrakten Gemälden oder Installationen wichtig: der Name des Künstlers! Denn nur ein renommierter Künstler zähle, doch das koste Geld und hier solle er auf keinen Fall sparen!

Man mag mich jetzt des Zynismus anklagen, aber ich bin eben in meinem Sinn für ausgleichende Gerechtigkeit der Meinung, solche „Hanswurste“ sollten auf diese Art und Weise bestraft werden, zumal diese Art von Kunst bald eine Frage der Entsorgung sein wird.

Ganz anders hier in der „Galerie Art Affair“. Wer hier ein meisterliches Kunstwerk erwirbt, kauft es mit der Leidenschaft des „Sammlers des Schönen“. Hier ist Kunst wieder eine Wissenschaft und Wissenschaft wird zur Kunst.

Galerist Karl-Friedrich Krause hat in Regensburg studiert und ist nach längerem Amerikaaufenthalt zurückgekehrt, um dieser historischen Kulturstadt eine Zufluchtstätte für unmanipulierbare Kunstfreunde zu geben.

Er ist selbst ein engagierter Kunstsammler und trägt sich mit dem Gedanken, diese angekauften Werke seiner Künstler in einem eigenen Museum zu präsentieren. Sein Stil, antizyklisch die heute noch von dümpelnden Soldschreibern beschimpfte „Kunst von morgen“ mutig zu erwerben, zeigt nicht nur den wahren Kunstfreund, sondern auch den instinktsicheren Geschäftsmann. Sein Museum könnte den Namen tragen :

                                                      „KÖNIGE IM EXIL“.

 

ANGERER DER ÄLTERE

Regensburg 24.März 2006

 

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