Im Zentrum des Universums – Kultureller Mittelpunkt im Deutschen Hopfenmuseum in Bayern

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Im Zentrum des Universums – Kultureller Mittelpunkt im Deutschen Hopfenmuseum in Bayern

Deutsches Hopfenmuseum: „Die Erben“ stellen aus und präsentieren den Original-Waggon des Meisters. Für 4 Wochen das Zentrum des Universums

Wolnzach. „Angerer der Ältere“ strahlt. Ihm ist ein Coup gelungen. Der Künstler Ludwig V. Angerer aus Biburg im Landkreis Kelheim, der sich hinter diesem Pseudonym verbirgt, hat es geschafft eine hochkarätige Ausstellung, wie es sie ansonsten nur in Kulturmetropolen zu sehen gibt, erstmals nach Deutschland und speziell in die oberbayerische „Provinz“ der Hallertau zu holen. „Dalis Erben“, ein freier Zusammenschluss der bekanntesten surrealistischen Maler Europas, zeigen im Deutschen Hopfenmuseum in Wolnzach das „Europa“ der Phantasten. Der Luxemburger Dali-Forscher Roger M. Erasmy machte 1986 eine Entdeckung, die unter Kennern einer Sensation glich: Er spürte Salvador Dalis verwahrlosten und verrosteten Eisenbahn-Waggon auf, in dem der aus Katalanien stammende Maler am 19. September 1963 nach überlieferten, eigenen Angaben im Bahnhof des südwestfranzösischen Perpignan „in eine Art kosmogonische Ekstase“ geriet, die mit einer „genauen Vision vom Aufbau des Universums“ endete. Genau dieser legendenumrankte, inzwischen aufpolierte Original- Waggon – ihn verewigte Dali in einem riesigen Gemälde, das heute als Prunkstück im Ludwig-Museum in Köln hängt – bildet das Herz der Ausstellung „Dalis Erben malen Europa“, die es bisher nur in Frankreich und Spanien zu bestaunen gab und dort Tausende von Besuchern anlockte. „Angerer der Ältere“ zeigte sich gefesselt vom Gedanken an die einmalige Chance, eben dieses kleinste surrealistische Kunstkabinett der Welt unter Mithilfe von Roger M. Erasmy und einiger Sponsoren nach Bayern holen zu können und das ganz in der Nähe seiner Heimat gelegene Wolnzach für vier Wochen zum „Centre de l’Univers“ zu machen, das einst der Bahnhof von Perpignon für Dali bedeutete.

Seit Freitag ist es soweit: Noch bis 11. November steht der Waggon nun in dem Marktflecken auf dem Vorplatz des erst im Januar 2005 eröffneten Deutschen Hopfenmuseums, das vorübergehend zum Mittelpunkt der Bildenden Künste Bayerns aufstieg. Bestückt ist er mit sechs Dali-Original-Werken: dem Farbholzschnitt „Die Erschaffung der Erde“, der Litho „Hommage á Picasso“, der Radierung „Christus“, dem Holzschnitt „Pantagruel“ , der Radierung „Punished Venus“ und einer Zeichnung.

„Dalis Erben“ stellen drinnen im Museum 44 Bilder aus. Zu sehen sind Werke der Deutschen „Angerer der Ältere“, Michael Lassel, Michael Maschka und Reinhard Schmid, der Franzosen Claude Bertrand, Laurence Caruana, Marc Desmullier und Pierre Peyrolle, der Österreicher Andre Janout und Peter Proksch sowie des Russen Viktor Safonkin. Ihre angewandten Techniken: Öl, Acryl/Lasur, Öl auf Leinwand, Öl auf Hartfaser, Bleistift sowie Mischtechniken.

Von Wilhelm Amann | 17.10.2005 | Netzcode: 10781467

Fotos von der Vernissage:

 

Beim Künstler in Biburg

Angerer der Ältere,Pierre Peyrolle,Roger Erasmy

Im Dali Waggon

Roger Erasmy,Margit Angerer,Angerer der Ältere

Vernissagegäaste

Vernissagegäste

Angerer der Ältere begrüßt die Gäste

Begrüßung durch den Kurator Angerer der Ältere

Die Macher der Ausstellung

Angerer der Ältere,Eduard Kastner,Roger Erasmy

vor der Gemäldereplik „Der Bahnhof von Perpignan“

von Salvador Dali. Das Original hängt im Ludwig Museum

in Köln

 

 

 

 

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